Die Wurzeln des Übels…

Die größte Gefahr für die Delphine stellt der Mensch durch Jagd und Fischerei dar. Wale werden gejagt und sterben in den Netzen der Fischfangflotten. Die Überfischung und Umweltverschmutzung, Lärmbelastung durch Bohrinseln und Schiffe und Klimaveränderung bedroht den Wal- und Delphinbestand in großem Ausmaß.

Delphine und Wale werden aus Gründen getötet, die eigentlich nicht zu erklären sind. Durch den Walfang mittels Harpune ringen viele Wale bis zu einer Stunde lang mit dem Tod. Ziel des Walfangs ist vor allem die Gewinnung von Tran und Fleisch.

Bis in die erste Hälfte des. 20. Jahrhunderts jagte man Wale in allen Breiten. 1949 wurde die Internationale Walfangkommission (IWC) gegründet, die einige Maßnahmen zum Schutz der Wale ergriffen hat. Zwar beschloss die Internationale Walfangkommission (IWC) 1986 ein weltweites Verbot des Walfangs zu Verkaufszwecken auf Großwale und erklärte 1994 das Südpolarmeer (Nahrungsgebiet für drei Viertel aller Großwale) zum Walschutzgebiet. Doch auch Gesetze könnten der Tötung der Delphine nicht Einhalt gewähren, denn jedes Jahr verstoßen Japan, Norwegen und Island gegen diese Vereinbarungen.

Der Fischfang wirkt sich noch verheerender auf die Delphine aus als die eigentliche Jagd. In den letzten Jahrhunderten tötete das Thunfisch-Fischen im Pazifik Millionen von Delphinen, da sich Delphin-Gruppen meist in der Nähe von Thunfischen aufhalten und Treibnetze von Walen und Delphinen nicht geortet werden können. Das bedeutet, es werden nicht nur die gewünschten Fische im Netz gefangen, sondern auch viele verschiedene Arten von Walen. Es gibt zwar Experimente mit Geräten die „sonorische“ Wellen erzeugen um Delphine von Treibnetzen fernzuhalten, aber eine wirkliche Garantie ist nicht gegeben, auch wenn auf eine Thunfischdose „delphinfreundlich gefangen“ darauf steht.

Über 2,7 Millionen Wale wurden seit 1898 getötet. Von 1 Million Blauwale existieren heute nur noch wenige Tausend, von einst 500 000 Finnwalen nur noch 20 000. Wissenschaftliche Untersuchungen belegen, dass das Überleben der Wale nur gesichert werden kann, wenn Walfang ab sofort gestoppt wird.

Link zum Greenpeace "stop whaling" Spiel:   http://whales.greenpeace.org/kids/game.html

Mit der Errichtung eines Walschutzgebietes rund um die Antarktis ist zumindest ein Schritt zum Walschutz gelungen. Unterschiedliche Organisationen wie z.B: Greenpeace arbeiten an der Errichtung eines weltweiten Walschutzgebietes. Jedoch benötigen diese Organisationen vor allem die Unterstützung möglichst vieler Menschen, um globale Umsetzung und Wirksamkeit zu erzielen.

In Delfinarien oder Delfin-Shows begeistern die Tiere die Menschen mit ihren schwungvollen Bewegungen, ihrem scheinbaren Lächeln im Gesicht und ihrer Eleganz.

Was so fröhlich aussieht, ist aber in Wahrheit für die Tiere qualvoll. Das größte Beschränkung für die Delfine in Gefangenschaft liegt im Platzmangel..
Wild lebende Delfine leben in einem weiträumigen Umfeld, tauchen bis zu 500 m tief und legen täglich große Distanzen zurück. Sie sind permanent in Bewegung, selbst wenn sie sich ausruhen. Überdies sind sie stark kommunikative Wesen d.h. sie brauchen den regen Austausch mit ihren Artgenossen mit ihrem außergewöhnlichen "Sonarsystem"  Delfine können in Gefangenschaft kein echtes Delfin-Leben führen. Sie werden meist in chemisch aufbereitetem Wasser, welches für ihre Augen und ihre Haut schädigend sind, gehalten und bekommen tote Fische als Nahrung und für die Dressur. Sie haben keine Möglichkeit ihre Bedürfnisse nach Bewegung, Freiheit  und Kontakt auszuleben.

Ihr Sonarsystem wirkt sich in Gefangenschaft fatal für sie aus, denn durch die nah beieinander liegenden Wände kommt jedes ausgesandte Signal sofort zurück und vermittelt den Eindruck im „Spiegelkabinett“ zu sein. In Gefangenschaft gehaltene Delphine verändern ihr Verhalten und hat große Auswirkungen auf Psyche, Gesundheit und Lebenserwartung.

Ein Einfuhrverbot von Delphinen für Delphinarien, Zuchtverbot in Delphinarien sowie Auswilderung der gefangenen Delphine ist ein großes Anliegen der Tierschutzorganisationen.

Ein weiteres großes Problem und Gefahr für den Bestand der Wale ist die starke Verschmutzung der Weltmeere, welche nicht selten als Müllkippe missbraucht werden, und somit ihr Lebensraum zerstört wird.